Parameter 03 · pH · 0 – 14

pH-Wert — die meist­verstande­ne Größe

7,0–7,5

Ideal für Espresso und Filterkaffee

< 6,5

Korrosiv — greift Metallteile an

≠ KH

pH und Alkalität sind verschiedene Größen

Der pH-Wert ist der Parameter, den die meisten zuerst googeln — und der für Kaffee am wenigsten aussagt. Er beschreibt auf einer Skala von 0 bis 14, wie sauer oder alkalisch eine Flüssigkeit ist. 7 ist neutral, darunter sauer, darüber alkalisch.

Leitungswasser liegt in Deutschland meist zwischen pH 7,0 und 8,5 — also leicht alkalisch. Für Espresso ist das in Ordnung. Was wirklich zählt, ist weniger der genaue pH-Wert als das, was dahintersteckt.

pH-Skala

sauerschwach saueralkalischIdeal7,0 – 7,502468101214

pH und Karbonathärte — was ist der Unterschied?

Beide klingen nach "sauer oder nicht sauer" — aber sie messen verschiedene Dinge. pH ist ein Momentzustand: Wie sauer ist das Wasser jetzt gerade? Karbonathärte (KH) ist die Kapazität: Wie viel Säure kann das Wasser aufnehmen, bevor der pH kippt?

Ein Wasser kann pH 8,0 haben und trotzdem kaum Puffervermögen besitzen — es sieht "alkalisch" aus, verhält sich aber im Brühprozess wie weiches Wasser. Umgekehrt kann ein Wasser mit pH 7,2 eine sehr hohe KH haben und Kaffeesäuren komplett dämpfen.

Für die Kaffeeextraktion ist die Karbonathärte der weitaus aussagekräftigere Wert. Der pH allein sagt kaum etwas über den Geschmack aus.

Wann der pH trotzdem eine Rolle spielt

Unter 6,5

Korrosiv — greift Kupfer- und Messingteile in Boiler und Leitungen an. Langfristig entstehen Schäden und ein metallischer Beigeschmack im Kaffee. Kommt bei normalem Leitungswasser kaum vor.

Über 8,5

Begünstigt schnellere Kalkausfällung. Das liegt meistens an einer hohen Karbonathärte — pH und KH steigen oft gemeinsam. Häufig in sehr hartem Leitungswasser.

7,0 – 7,5

Ideal. Das trifft auf die meisten deutschen Leitungswässer zu. Hier musst du nichts anpassen — der pH ist in Ordnung.